Griechische Mythologie und Antike
Interesse an der griechischen Mythologie in Kombination mit der Antike? Hier - in Kooperation mit der Seite https://www.mythologie-antike.com - wird jeder allumfassend darüber informiert. Alle bisherigen Blogbeiträge:
Schnell zur Startseite >> gelangen. Alle News unter RSS und Atom Feed Reader Online >>. Worum es geht? Kurze Beschreibung >> dazu. Damit alle Seitenaufrufe meines Blogs korrekt gezählt werden, direkt an dieser Stelle ganz oben: Gelistet bei TopBlogs (Listung / Zähler bei topblogs.de [Webverzeichnis für Blogs]). Kontakt: Holger Fischer >> - und für Kommentare das Gästebuch >>. Gelistet ist mein Blog auch bei Linkbuch >> (Verzeichnis für Branchen und RSS).

Suche und werde fündig...

Heros Keltos (Kelten)

Keltos: Eponymer Heros der Kelten (Galater)

Geheimnisvolle Druiden, mächtige Krieger und beeindruckende Hügelgräber in den Wäldern Europas >>. Wonach klingt das? Das klingt nach den Kelten! Wie erklärten sich die Menschen der Antike die Entstehung dieses sagenumwobenen Volkes? Die griechische Mythologie >> hat darauf eine ganz eigene, faszinierende Antwort: Sie führt den Ursprung der Kelten auf einen Halbgott und dessen Sohn zurück – den eponymen Heros Keltos (auch bekannt als Galates).

Wer ist Keltos?

In den antik-griechischen Sagen gilt Keltos als der legendäre Ahne und Namensgeber (eponymer Heros) der Kelten, Gallier und Galater. Seine Geschichte verwebt die titanische Kraft der antiken Heldenwelt mit den rauen Landschaften West- und Mitteleuropas. Die bekannteste Version seiner Zeugung stammt von dem griechischen Geschichtsschreiber Diodor (Diodorus Siculus, 1. Jahrhundert v.u.Z.).

Der Weg des Herakles >>: Nachdem der Held Herakles seine Aufgabe erfüllt hatte, den zweiköpfigen Hund Orthos >> zu erschlagen, verschlug es ihn auf seinen Reisen in das unwegsame Land der Kelten.

Die Verführung: Dort begegnete er der wunderschönen Tochter eines einheimischen Fürsten. Die Königstochter verführte den muskulösen Halbgott – und aus dieser Begegnung ging ein Sohn hervor: Keltos (Galates).

Die Variante des Parthenios: Keltine und König Bretannos

Eine ganz ähnliche - doch in Details abweichende - Erzählung verdanken wir dem Dichter Parthenios von Nicaea. In seiner Überlieferung reist Herakles durch Nordwesteuropa und trifft auf Keltine, die Tochter des Königs Bretannos >>. Keltine verliebte sich in Herakles und versteckte sogar seine Rinder, bis er sich bereit erklärte, Lager und Liebe >> mit ihr zu teilen. Das Kind aus dieser Verbindung erhielt den Namen Keltos.

Blutlinie

Egal welcher Variante man folgt: Die Antike schuf mit Keltos eine direkte Blutlinie zwischen dem größten Helden der griechischen Sagenwelt – Herakles – und den kriegerischen Stämmen Nord- und Westeuropas.

Von Mythos zu Geschichte: Die Strahlkraft der Galater

Obwohl Keltos eine mythologische Figur ist, spiegelt die Sage eine sehr reale historische Dynamik wider. Die Kelten (altgriechisch Keltoí, auch Galátai) waren für ihre Expansionslust bekannt.

Vorstoß nach Italien >>: Um 380 v.u.Z. drangen keltische Stämme tief in das Gebiet der Etrusker >> und Römer vor. Was den Stammvater der Römer betrifft, siehe Aineias >>.

Das Reich in Kleinasien: Ein Teil der keltischen Stämme zog sogar bis nach Kleinasien (heutige Türkei) und gründete dort die antike Region Galatien mit den Zentren Ankyra (dem heutigen Ankara) und Gordion >>.

Für die Altgriechen war die Figur des Keltos / Galates die perfekte narrative Brücke, um dieses weit verbreitete, kriegerische und mächtige Volk in das eigene mythologische Weltbild einzuordnen.

Fazit

Keltos ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Antike und Mythologie miteinander verwoben sind. Die alten Griechen nutzten die Gestalt dieses Heros, um den Ursprung eines Volkes zu erklären, dessen Kultur und Macht >> ganz Europa prägten. Wenn wir also heute über die Kelten lesen, steckt in ihrer Namensgebung immer auch ein Stück griechische Heroensage.

Zum Beitrag

Keltos: Eponymer Heros der Kelten >>