Blog durchsuchen

Dienstag, 7. Juli 2026

Aphrodite (Liebe)

Aphrodite: Einleitung

Aphrodite (römisch Venus) ist die älteste olympische Göttin der griechischen Mythologie, sie ist sehr spannend. Als Herrscherin über Liebe, Schönheit und sexuelle Begierde hat sie die fundamentale Aufgabe, Leidenschaft und Fortpflanzung unter Göttern und Sterblichen zu entfachen. Trotz ihrer scheinbaren Vollkommenheit und ihres unwiderstehlichen Liebreizes, zeigt der Mythos sie auch als eigenwillige, oft zickige und eitle Persönlichkeit, die sich den Regeln des Olymps und der ehelichen Treue konsequent entzieht. Ihre Geburt aus dem Meeresschaum und ihre Verknüpfung mit uralten orientalischen Gottheiten machen sie zu einer facettenreichen Schlüsselfigur der antiken Sagenwelt, deren Einfluss bis heute im Begriff des „Aphrodisiakums“ fortlebt.

Aphrodite: Steckbrief

Name: Aphrodite (altgriechisch: Ἀφροδίτη)

Römischer Name: Venus

Zuständigkeit / Aufgaben: Göttin der Liebe, der Schönheit, der sexuellen Begierde, Schutzherrin der Sexualität und Fortpflanzung.

Wohnsitz: 1. Wohnsitz auf dem olympischen Gebirge. Ihre selbst gewählte Heimat ist jedoch die Insel Zypern >>.

Alter und Status: Älteste olympische Gottheit. Sie ist eine Ausnahme unter den Olympiern, da sie familiär nicht direkt mit den anderen verwandt ist (wurde jedoch von Zeus >> adoptiert).

Abkunft (Geburt): Sie hat keinen leiblichen Vater im klassischen Sinn. Als der Titan Kronos >> seinen Vater Uranos >> entmannte, fiel dessen Samen ins Meer. Der Schaum (aphrós) schäumte auf und gebar Aphrodite, weshalb sie als „die aus dem Schaum Geborene“ gilt.

Wichtige Kultorte / Landung: Ging laut Hesiod zuerst auf der Insel Kythera und danach im Südwesten der Insel Zypern (am Felsen der Aphrodite) an Land.

Gemahl: Hephaistos >> (der Gott der Schmiedekunst). Sie liebt ihn jedoch nicht und eheliche Treue ist für sie ein Fremdwort.

Bedeutsame Liebschaften

Ares >>: Eine langanhaltende, leidenschaftliche Beziehung mit dem Kriegsgott.

Hermes >>: Schenkte ihm eine Liebesnacht.

Weitere: Der schöne Adonis >> sowie Byblos und Anchises >>

Bedeutsame Nachkommen

Harmonia >> (Göttin der Eintracht)

Deimos >> (Dämon des Schreckens) und Phobos >> (Dämon der Furcht) – mit Ares

Hermaphroditos >> (Sohn mit Hermes, der später zum Zwitter wurde)

Aineias >> (bedeutsamer trojanischer Kämpfer und Stammvater der Römer)

Priapos >> (Fruchtbarkeitsgott mit gewaltigem Phallus – mit Dionysos >>)

Gefolgschaft

Eros >> (Gott der begehrlichen Liebe), Himeros >> (Gott des Liebesverlangens), Peitho >> (Göttin der Überredung) sowie die helfenden Chariten >> (Grazien).

Weitere Einzelheiten

Das „Geheimnis“ ihrer Unwiderstehlichkeit: Sie besitzt einen von Hephaistos aus Gold und Edelsteinen gefertigten, buntbestickten Zaubergürtel (kestòs himàs poikílos), der ihr magischen Liebreiz verleiht.

Wichtige Mythen: Das Urteil des Paris: Eris >> warf einen goldenen Zankapfel für „Die Schönste“ zwischen Athene >> (altgriechisch Athena), Hera >> und Aphrodite. Paris wählte Aphrodite, nachdem sie ihn mit der schönen Helena bestach. Dies führte letztlich zum Trojanischen Krieg >>.

Im Netz gefangen: Ihr eifersüchtiger Ehemann Hephaistos überraschte sie im Bett mit Ares und fing beide in einem unsichtbaren Netz, was zum sprichwörtlichen „Göttergelächter“ führte.

Charakterzüge: Unwiderstehlich schön, eitel (besitzt einen Spiegel als Attribut), eigenwillig, ungehorsam gegenüber ihrem Vormund Zeus, konfliktbereit („Zicke“ im Streit mit Hera und Athene).

Tierische Attribute: Taube, Schwan, Sperling, Schwalbe, Bock, Schildkröte, Delfin und Hase.

Pflanzliche Attribute: Rose, Myrte, Anemone, Zypresse, Linde, Apfel, Granatapfel und Mohnblüte.

Kosmische und kalendarische Verknüpfung: Assoziiert mit dem Morgenstern >> und dem Sternzeichen Fische >>. Ihr ist historisch der Freitag gewidmet (daher die Tradition, freitags Fisch zu essen; vgl. auch die nordische Entsprechung Freya).

Sprachliches Erbe: Der Begriff Aphrodisiakum (ein die Libido steigerndes Mittel) leitet sich direkt von ihrem Namen ab.

Kompletter Beitrag

Der komplette Beitrag zum Steckbrief:

Amphrodite, die schöne Sexgöttin >>

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gerne darf sich jeder per Kommentar beteiligen und ggf. relevante Links ergänzen.