Insel Paxos, Poseidon, Dreizack, Amphitrite und Liebesnest
Ein gewaltiges Grollen lässt das Ionische Meer erbeben. Wenn der mürrische und unberechenbare Meeresgott Poseidon seine Waffe erhebt, hält die Antike den Atem an. Doch dieses Mal ist es kein Zorn, der die Wellen aufpeitscht – sondern die Leidenschaft.
Der göttliche Hieb: Wie Paxos entstand
Poseidon >>, einer der mächtigsten und zugleich gefährlichsten Götter des Olymp >>, verliebte sich unsterblich in die wunderschöne Nereide Amphitrite >>. Um ungestört mit seiner Geliebten zusammen sein zu können, suchte er nach einem absolut ungestörten, ruhigen Ort – einem echten göttlichen Versteck. Da Korfu >> ihm zu schutzlos schien, griff Poseidon zu einer radikalen Maßnahme:
Er schlug mit seinem gewaltigen Dreizack >> mit voller Wucht in die Südspitze von Korfu.
Durch den brachialen Hieb spaltete sich ein Stück Land ab und trieb als eigenständige kleine Insel ins Meer >> – Paxos war geboren.
Auf diesem nur etwa 10 Kilometer langen und 2 Kilometer breiten Eiland richtete der Meeresgott das perfekte Liebesnest für sich und Amphitrite ein.
Interessantes Detail
Da der Dreizack das Werkzeug zur Erschaffung des Eilands war, tragen die Bewohner von Paxos diese göttliche Waffe bis heute voller Stolz als offizielles Wappen und Emblem ihrer Insel. Und seien wir ehrlich: Wenn Poseidon gerade mit Liebe >> machen beschäftigt ist, haben Seefahrer / Sterbliche allen Grund zur Freude – schließlich ruht in dieser Zeit sein gefürchteter Zorn auf den Weltmeeren!
Und was ist Paxos heute?
Abseits der Mythen hat sich Paxos seinen verträumten, exklusiven Charme bewahrt. Die kleinste Insel der Ionischen Inseln >> ist heute ein Paradies >> für Ruhesuchende und Genießer.
Malerei auf dem Wasser: Die Küsten beeindrucken mit smaragdgrünem und türkisblauem Wasser, versteckten Meereshöhlen und imposanten Kalksteinfelsen an der Westküste.
Das grüne Eiland: Paxos ist dicht mit jahrhundertealten Olivenbäumen bewachsen, aus denen eines der hochwertigsten Olivenöle Griechenlands gewonnen wird.
Malerische Hafenorte: Orte - wie der Hauptort Gaios, Lakka oder Loggos - bestechen durch venezianisch geprägte Architektur, bunte Häuserzeilen und gemütliche Tavernen direkt am Kai.
Kein Massentourismus: Da Paxos über keinen eigenen Flughafen verfügt (die Anreise erfolgt meist per Fähre von Korfu oder dem Festland), ist die Insel von großen Hotelkomplexen verschont geblieben.
Fazit
Paxos ist somit auch heute noch genau das, wofür Poseidon es einst erschuf: Ein ruhiges, romantisches Refugium mitten im tiefblauen Meer.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Gerne darf sich jeder per Kommentar beteiligen und ggf. relevante Links ergänzen.