Hephaistos: Olympische Schmiedekunst
In der griechischen Mythologie nehmen die Götter selten Rücksicht auf familiäre Gefühle – und die Geschichte des Hephaistos (römisch Vulcanus) verdeutlicht das besonders stark.
Der Verstoßene vom Olymp
Hephaistos entstand durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) direkt aus seiner Mutter Hera >> heraus – ohne leiblichen Vater. Doch die Freude hielt nicht lange an: Das Neugeborene war in den Augen Heras so hässlich, dass sie sich vor ihm ekelte. Ohne Mitleid >> warf sie ihr Baby vom Olymp >> hinab ins tiefe Meer >>.
Götter und rosarote Brille
Die Götter werden ohne rosarote Brille gezeigt: Sie handeln oft grausam und egoistisch.
Rettung, Rache und Rückkehr
Hephaistos überlebte den Sturz dank zweier Meeresnymphen:
Thetis >> (Mutter des weltberühmten Achilleus >>) und weiterhin auch Eurynome >> fanden das Kind im Meer und zogen es auf.
Der Racheplan: Heranwachsend sann Hephaistos auf Vergeltung. Er fertigte einen prächtigen goldenen Thron und schickte ihn auf den Olymp.
Die Falle: Als Hera sich erfreut daraufsetzte, schnappte ein verdeckter Mechanismus zu. Sie war gefesselt und konnte nicht mehr aufstehen. Kein Gott vermochte sie zu befreien – außer der Schmied selbst.
Die Triumph-Rückkehr: Trotz des Flehens der übrigen Götter, ließ Hephaistos seine Mutter Hera lange zappeln. Erst nach ausgiebigem Bitten, kehrte er auf den Olymp zurück, löste die Fesseln und forderte seinen rechtmäßigen Platz unter den olympischen Göttern ein.
Meister der Schmiedekunst und des Feuers
Als Herrscher über die Schmiede mit Feuer, betreibt Hephaistos seine legendäre Werkstatt tief unter dem Vulkan Ätna >> auf Sizilien (größte Insel von Italien >>). Obwohl er die Schmiedekunst nicht erfand (das schreibt die Mythologie den dämonischen Daktylen >> zu), gilt er als unangefochtener Großmeister:
Automaten und Meisterwerke: Er schuf unter anderem den bronzenen Riesen Talos >> sowie das berühmte (später verfluchte) Halsband der Harmonia >>.
Gefesselter Titan: Auf Befehl von Zeus >> schmiedete er die unlösbaren Ketten, mit denen Prometheus >> an den Kaukasus gekettet wurde (dies machte er auf Befehl des Zeus, mitnichten freiwillig).
Unglückliche Ehe: Sein Privatleben ist dramatisch: Obwohl mit der Liebesgöttin Aphrodite >> verheiratet, betrügt diese ihn laufend.
Hephaistos wurde von Zeus adoptiert, sein leiblicher Sohn ist er nicht.
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