Zelos: Gott des Eifers (Einleitung)
In der griechischen Mythologie verkörpert Zelos die Personifikation des unermüdlichen, eifrigen Strebens und des leidenschaftlichen Wetteifers. Gemäß der antiken Überlieferungen wird er – mit einem Augenzwinkern – gerne als der Prototyp des „echten Strebers“ charakterisiert. Durch seine absolute Loyalität in der großen Titanomachie gelang es ihm und seinen Geschwistern, sich dauerhaft in den engsten Machtzirkel des Zeus einzuschmeicheln. Als ständiger Begleiter des Göttervaters wich er diesem nicht mehr von der Seite und sicherte sich so eine privilegierte Position auf dem Olymp.
Zelos: Steckbrief
Name: Zelos (altgriechisch: Ζῆλος Zḗlos)
Bedeutung / Übersetzung: Eifer, eifriges Streben, Wetteifer (im modernen Sprachgebrauch als „Streber“ gedeutet)
Funktion: Gott und Personifikation des eifrigen Strebens
Vater: Der Titan Pallas >> (Sohn der Eurybia >>)
Mutter: Die Flussgöttin Styx >> (bekannt als der Fluss des Grauens in der Unterwelt)
Geschwister: Kratos >> (Gott der Macht), Bia >> (Göttin der Gewalt) und Nike >> (Göttin des Sieges)
Herausragende Eigenschaft: Er ist ein ständiger, unzertrennlicher Begleiter des Zeus >>, bei dem er sich durch seinen extremen Eifer unentbehrlich gemacht hat.
Antike Quellen und Referenzen
Hesiod, Theogonie 383; Werke und Tage 195
Bibliotheke des Apollodor 1,9
Hyginus, Fabulae (Einleitung)
Wilhelm Heinrich Roscher, Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie (Band 6)
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