Griechische Mythologie und Antike

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Ares (grausamer Krieg)

Ares (Mars): Grausamer Krieg (Einleitung)

In der griechischen Mythologie verkörpert kaum eine Gestalt das Grauen des antiken Schlachtfeldes so unverhüllt, wie der olympische Gott Ares (römisch Mars). Während Athene >> für die strategische, weise Kriegsführung steht, ist Ares der Gott des gänzlich unbarmherzigen Krieges, des Blutbades und der rohen Gewalt. Er gilt als ein ungebändigter Wilder, der seine Erfüllung im exzessiven Leid und den Massakern des Kampfes findet. Trotz seiner elitären Herkunft als einer der wenigen ehelichen Kinder des Herrscherpaares Zeus und Hera, war er unter den antiken Griechen als Sympathieträger komplett ungeeignet und genoss im altgriechischen Kultwesen – im Gegensatz zu seiner späteren, tiefgehenden Verehrung als Mars in Rom – nur sehr geringes Ansehen.

Ares: Steckbrief

Name: Ares (altgriechisch: Ἄρης); römische Entsprechung: Mars

Zuständigkeit / Bereich: Olympischer Gott des grausamen Krieges, der Massaker, des Blutbades und der rohen, exzessiven Gewalt >>.

Wohnsitz: 1. Wohnsitz im olympischen Gebirge (Olymp).

Eltern: Sohn von Zeus >> (Göttervater) und Hera >> (Muttergöttin) – eine Besonderheit, da das Königspaar nur sehr wenige gemeinsame, eheliche Kinder hat.

Geschwister: Hebe >> (Göttin der Jugend) und Eileithyia >> (Göttin der Geburt / Hebamme).

Liebesbeziehung und bedeutsame Nachkommen

Langjährige Liaison mit Aphrodite >> (Göttin der Liebe und Schönheit, die mit Hephaistos >> verheiratet ist). Kinder aus dieser Beziehung: Harmonia >> (Göttin der Eintracht), Anteros (Rächer verschmähter Liebe), Deimos >> (Dämon des Schreckens) und Phobos >> (Dämon der Furcht).

Gefolge und Verbündete ("Team Ares")

Ker >>: Die Göttin des gewaltsamen Todes, die ihn auf das Schlachtfeld begleitet.

Enyo >>: Die Göttin des blutigen Nahkampfs.

Weitere Einzelheiten zu diesem fürchterlichen Gott Ares

Vorlieben und Charakter: Er badet gerne in Blut, erfreut sich an brechenden Knochen und unbändiger Gewalt. Gilt als ungezähmt und wild (wurde laut Mythos jedoch einmal von den Aloiden >> im Kampf bezwungen).

Symbole: Helm, Schwert, Speer, Schild sowie Geier, Hund und brennende Fackel.

Wochentag: Gott des Dienstags (symbolisch verknüpft mit dem Dienst oder Kriegsdienst).

Bedeutende Mythen und Spuren

Gründung Roms: Gilt laut römischer Tradition als Vater der berühmten Zwillinge Romulus und Remus >> (nach der Verführung der Vestalin Rhea Silvia).

Heilige Haine: Besitzt geschützte Haine in den Sagen um Kadmos >> (der den Drachen des Ares tötete) und Aietes >> (wo das Goldene Vlies >> an einem Baum in Ares' Hain befestigt war).

Kult und Verehrung: Von den Griechen gefürchtet und kaum kultisch verehrt. In den Geschichtsbüchern steht jedoch, dass er als Mars von den Römern umfangreich und tiefgreifend gehuldigt wurde.

Kompletter Beitrag

Der komplette Beitrag zum Steckbrief:

Ares, der olympische Gott vom grausamen Krieg >>

Ker (gewaltsamer Tod)

Ker und der gewaltsame Tod: Einleitung

In den düsteren Facetten der griechischen Mythologie existieren Wesen, die abseits der olympischen Götterwelt die unausweichlichen und schrecklichen Aspekte des menschlichen Daseins verkörpern. Zu diesen zählt die Daimona Ker (altgriechisch Κήρ, im Plural Keren). Sie ist die Personifikation des unausweichlichen Verhängnisses, des Todesgeschicks und im Speziellen des gewaltsamen Todes.

Sanftere Entitäten

Während sanftere Entitäten, wie ihr Bruder Hypnos >> den erlösenden Schlaf oder Thanatos >> den friedlichen Tod bringen, dürstet es Ker nach Blut, Grausamkeit und Zerstörung. Sie liebt es, Sterbliche auf brutale Weise aus dem Leben zu reißen, weshalb ihre Existenz untrennbar mit den Schrecken des Krieges und den Gemetzeln auf den antiken Schlachtfeldern verbunden ist. Als finstere Begleiterin und Verbündete mächtiger Kriegsgottheiten, verkörpert sie die unbarmherzige Natur des Schicksals, der kein Sterblicher entrinnen kann.

Ker: Steckbrief

Name (altgriechisch): Ker (Κήρ)

Bedeutung / Übersetzung: Tod, Todesgeschick, Verderben

Wesenstypus: Göttin / Geistwesen / Daimona (Dämonin)

Zuständigkeitsbereich: Der gewaltsame Tod, das unerbittliche Todesgeschick, das Auslöschen von Leben in Konflikten.

Mutter: Nyx >> (die personifizierte Göttin der Nacht)

Wichtigste Geschwister: Thanatos (der sanfte Tod) und Hypnos (der Gott des Schlafes)

Weiterhin: Moros >> (der Gott des Verhängnisses und des Untergangs) und der Schwarm der Oneiren (die Traumgötter)

Verbündete und Begleiter: Ares >> (Gott des grausamen Krieges und des Blutbads) – bildet mit Ker ein berüchtigtes Team auf dem Schlachtfeld.

Phobos >> (Dämon der Furcht)

Deimos >> (Dämon des Schreckens)

Enyo >> (Göttin des blutigen Nahkampfs)

Hauptmerkmale und Verhalten: Ker agiert mit Vorliebe dort, wo Gewalt >> herrscht. Gemeinsam mit Ares und dessen Gefolge richtet sie grausame Blutbäder an und labt sich am Sterben der Menschen.

Mythologische Erwähnung und Quellen

Die Herkunft der Ker wird maßgeblich durch den antiken Dichter Hesiod in seiner Theogonie (Verse 211–217) beschrieben:

„Nyx nun zeugte die Ker, die umdüsternde, Moros, den grausen, / Thanatos dann und den Hypnos zugleich mit dem Schwarm der Oneiren.“

Darüber hinaus findet das brutale Wirken der Keren in zahlreichen klassischen Werken der Antike Erwähnung:

- Homer: Ilias 2,302; 18,535–538 - Vergil: Aeneis >> 6,268 - Gaius Valerius Flaccus: Argonautica 8,67

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