Notos und der warme Südwind
Notos (altgriechisch Νότος) personifiziert in der griechischen Mythologie den Südwind. Er gehört zu den Anemoi (den Göttern der Winde) und steht für die warmen, oft feuchten Luftströmungen des Mittelmeerraums. Im Sommer kann Notos unangenehm heiße Temperaturen bringen.
Wesen und Charakteristika
Eigenschaften: Im Allgemeinen gilt Notos als sanfter und warmer Wind. Er bringt sommerliche Temperaturen (dummerweise oft extrem heiß).
Kehrseite: Trotz seines eher milden Gemüts, ist Notos keineswegs ungefährlich. Er kann plötzliche und schwere Stürme sowie Gewitter auslösen. Vor allem im Spätsommer und Herbst >> fürchteten die antiken Bauern seine Unberechenbarkeit, da ungestüme Südwind-Stürme die Ernte vernichten konnten. Heute sind die Hagelflieger sehr berühmt, die in Notfällen zum Schutz der Ernten eingesetzt werden.
Abstammung und Verwandtschaft
Eltern: Notos ist ein Sohn von Astraios >> (dem Titanen der Abenddämmerung) und Eos >> (der Göttin der Morgenröte).
Geschwister
Seine Brüder sind die anderen Winde und der Morgenstern:
Boreas >> (Nordwind)
Zephyros >> (Westwind)
Euros >> (Ostwind)
Morgenstern >>
Weitere Brüder des Notos sind die Zwischenwinde, wie z. B. Kaikias >> und darüber hinaus auch Lips >>.
Darstellung in Kunst und Mythos
Erscheinungsbild: Auf antiken Kunstwerken – wie dem berühmten Relief am Turm der Winde in Athen >> – wird Notos meist als sehr jung dargestellt. In den Händen hält er häufig eine Wasserkanne bzw. Urne, die er entleert – ein Symbol für den Regen und den Nebel (Herbst / Winter), den der Südwind mit sich bringt.
Sintflut
Zeus >> ließ einst des Südwind Notos frei, um die Sintflut >> in Gang zu setzen.
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