Koios: Der hinterfragende Titan aus dem Norden
Zunächst: Die griechische Mythologie
Die griechische Mythologie >> bildet die Grundlage für alle Phantasy >> dieser Welt. Der Stoff, aus dem die Träume >> sind - und dummerweise auch die Albträume, wie Utopie, Dystopie >>, Horror, extremste Gewalt >> in allen Variationen und so weiter und so fort. Ein Paradies >> ist die griechische Mythologie nur für sehr wenige Tote. Merke: ALLE Mythologien und Religionen glänzen in 1. Linie durch extreme Grausamkeiten, da bilden auch Bibel und Koran >> (= ohnehin von den Mythologien abgeleitet) keine Ausnahmen. Sorry, ich schreibe nicht immer um den heißen Brei herum... - und wer denkt, wir hätten es mit Jokes (Mythologien und Religionen) zu tun, irrt gewaltig.
Nun zum Titan Koios
Wenn wir an die Titanen der griechischen Mythologie denken, kommen uns oft gewaltige Schlachten, rohe Naturgewalten und stürzende Welten-Herrscher in den Sinn. Doch unter den zwölf Kindern von Gaia >> (Erde) und Uranos >> (Himmel) gibt es eine Gestalt, deren Macht >> subtiler, aber umso tiefer verwurzelt ist: Koios (altgriechisch Koíos, was übersetzt so viel wie Frage oder Hinterfragung bedeutet). Er ist nicht der Mann des stumpfen Schwertes, sondern der Patron des verstandesschärfenden Zweifels, der Wissbegierde und der Achse der Welt.
Der Pfeiler des Nordens: Die Entmachtung des Vater-Himmels
Als der junge Kronos >> beschloss, seinen Tyrannei-Vater Uranos zu stürzen und zu entmannen, brauchte er die Hilfe seiner Brüder. Uranos durfte nicht entkommen. Vier Titanen besetzten die vier Himmelsrichtungen der Welt, um den Sternenhimmel festzuhalten und ihn von der Erde wegzudrücken. Koios übernahm den Norden. Als Verankerung an der Himmelsachse, um die sich die Sterne drehen, wurde er zum Titanen der Himmelsmechanik und des Suchers nach Verstehen. Von seiner Position im kühlen Norden >> blickte er herab und durchdrang die Geheimnisse des Kosmos.
Die Symbiose aus Zweifel und Erleuchtung
An der Seite von Koios stand seine Schwester und Gemahlin Phoibe >> (die „Leuchtende“). Ihre Verbindung bildet das Fundament für die spätere Weissagung und Erkenntnis der antiken Welt:
Koios steht für das stetige Hinterfragen, den Drang zu erforschen und die Neugier.
Phoibe steht für das helle Licht des Verstandes und die prophetische Eingebung.
Zusammen schufen sie eine Nachkommenschaft, die die antike (und heutige) Welt für immer prägte:
1. Leto >>: Die sanfte Titanin, die mit Zeus die Zwillinge Artemis >> (Göttin der Jagd und Natur) und Apollo >> (Gott des Lichtes, der Künste und des berühmten Orakels von Delphi >>) gebar. Die Fähigkeit Apollos, die Zukunft zu ergründen, entsprang direkt den Wurzeln seines Großvaters Koios.
2. Asteria >>: Die Titanin der Sternennacht, die wiederum Mutter von Hekate >> wurde – der geheimnisvollen Göttin der Magie und der Wegkreuzungen.
Das tragische Ende im Tartaros
Trotz seines tiefen Verstandes konnte Koios dem Urteil der Geschichte nicht entkommen. Als der Machtkampf zwischen den alten Titanen und den jungen olympischen Göttern unter Zeus >> entbrannte – die Titanomachie –, kämpfte Koios an der Seite seiner Brüder.
Grausames Schicksal
Die Olympier siegten - und das Schicksal >> vieler (lange nicht aller) gestürzten Titanen war grausam: Koios wurde in die tiefsten Abgründe des Tartaros >> geschleudert. Dort unten, wo kein Sternenlicht hingelangt, verweilt der einst hinterfragende Geist des Nordens bis heute, bewacht von den hundertarmigen Hekatoncheiren >>. Ein Entkommen scheint aussichtslos – doch sein Erbe des Hinterfragens lebt in der Weisheit >> und den Orakeln der Menschen weiter.
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