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Samstag, 29. August 2026

Euros (Ostwind)

Der Ostwind Euros und klirrende Kälte im Winter

Wenn im Winter der Atem stockt, die Luft klirrt und eisiger Frost über das Land zieht, dann hat einer seine Finger im Spiel: Euros (altgriechisch Εὖρος), der Gott des Ostwinds. Wer ihm im Winter begegnet, tut gut daran, sich warm anzuziehen!

Euros: Der Atem der eisigen Kälte und die Kraft aus dem Osten

Euros entstammt einer mächtigen Götterdynastie der Lüfte. Seine Mutter ist keine Geringere als Eos >>, die Göttin der leuchtenden Morgenröte, während sein Vater Astraios >>, der Titan der Abenddämmerung und Gestirne, heißt. Als einer der Anemoi (den Windgöttern der griechischen Mythologie), wuchs Euros im Kreis prominenter Brüder auf:

Boreas >> (Nordwind)

Zephyr >> (Westwind)

Notos >> (Südwind)

Kaikias >> (Nordostwind)

Lips >> (Südwestwind)

Darüber hinaus ist auch der Morgenstern >> der altgriechischen Version ein Bruder des Euros. Der Morgenstern steht im Zusammenhang mit der römischen Venus (identisch mit der altgriechischen Aphrodite >>).

Name

Nach Aufzeichnungen des berühmten römischen Architekten und Theoretikers Vitruv, hat Euros seinen Namen der Richtung der Morgendämmerung zu verdanken – dort, wo seine Mutter Eos jeden Tag >> den Himmel entzündet, nimmt auch sein Wind seinen Anfang >>.

Das doppelte Gesicht des Euros: Eiswinter und makelloser Sommer

Euros besitzt zwei beeindruckende Facetten:

1. Der Herrscher des Winterfrosts: Im Winter treibt er die brennend kalte, frostige Luft aus dem Osten und Südosten vor sich her. Als Südostwind trägt er auch den Namen Eurónotos. Auf dem berühmten Turm der Winde in Athen >>, ist er genau in dieser Eigenschaft verewigt.

2. Der Hüter des klaren Sommerhimmels: Doch was macht Euros im Sommer? Wenn er im Sommer erwacht und eine stabile Ostwetterlage bringt, zeigt er eine ganz andere Seite: Da seine Luft extrem trocken ist, fegt er alle Wolken >> beiseite und schenkt den Menschen makellos blauen Himmel mit einer angenehmen, erfrischenden Kühle.

In den Schriften der Antike verewigt

Ob in Homers Epen Ilias und Odyssee, in den philosophischen Wetterbeobachtungen von Aristoteles oder den Naturgeschichten von Plinius dem Älteren – die antiken Dichter und Denker fürchteten und schätzten die unberechenbare Macht >> des Euros gleichermaßen. Euros ist nicht einfach nur ein Wind – er ist der ungestüme Bote aus dem Osten, der die Natur im Winter in eisigen Schlaf >> versetzt und im Sommer für klare Sicht sorgt.

Kompletter Beitrag

Der eiskalte Ostwind Euros >>

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