Morpheus und der Traum: Einleitung
In der griechischen Mythologie verkörpern die Götter alle Aspekte des menschlichen Daseins. Morpheus nimmt hierbei eine ganz besondere Rolle ein: Er ist der Anführer bzw. „Boss“ der Oneiroi (den Traumgöttern). Sein Name leitet sich direkt vom altgriechischen Wort morphḗ (Gestalt) ab, was perfekt zu seiner größten Fähigkeit passt: Morpheus kann im Traum jede beliebige menschliche Gestalt annehmen. Während seine mächtigen Brüder Phobetor >> (der in Tiergestalt erscheint) und Phantasos >> (der Naturgewalten nachahmt) ebenfalls tiefen Einfluss auf das Reich der Träume haben, ist das Trio primär für die Herrscher und Mächtigen der Erde >> zuständig. Das einfache Volk wird von den restlichen der rund 1000 namenlosen Traumgöttern besucht.
Morpheus: Steckbrief
Name: Morpheus (Gott des Traumes)
Eltern: Meist wird Hypnos >> (Schlaf) als Vater genannt. Alternativ gilt Nyx >> (Nacht) als Mutter, vor deren Macht selbst Zeus >> Angst hat.
Wohnort: Eine dunkle Höhle in der Unterwelt; sein Bett ist aus Elfenbein gefertigt.
Bekannte Erzählung: Er verwandelte sich in den verstorbenen Keyx >>, um dessen Frau Alkyone >> im Traum vom tragischen Tod >> ihres Gatten zu berichten.
Moderne Einflüsse: Das starke Schmerzmittel Morphin (gewonnen aus Schlafmohn) wurde nach ihm benannt. Zudem stand er Pate für berühmte Popkultur-Figuren (wie Morpheus in Matrix) und inspirierte vermutlich die westeuropäische Figur des Sandmanns.
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