Pontos: Innere Meere (Einleitung)
Pontos (altgriechisch für „das Meer“) ist in der griechischen Mythologie eine Urgottheit (Protogonoi). Er verkörpert als präolympischer Gott das personifizierte Prinzip der „inneren Meere“ – wie das Mittelmeer oder das Schwarze Meer – und grenzt sich damit vom weltumfließenden Urstrom Okeanos ab.
Pontos: Steckbrief
Name: Pontos (altgriechisch: Πόντος, dt. „das Meer“)
Gattung: Protogonoi (Zuerstgeborene Gottheit / Urgott)
Status: Präolympischer Gott (existierte vor den olympischen Göttern)
Zuständigkeitsbereich: Gott und Personifikation der inneren Meere (Mittelmeer, Schwarzes Meer, Rotes Meer, Nordsee etc.)
Herkunft / Geburt: Erschaffen von der Erdgöttin Gaia aus sich selbst heraus (Jungfernzeugung / Parthenogenese – „ohne befruchtende Liebe“ laut Hesiod)
Verwandtschaft und Nachkommen
Mutter: Gaia >>
Gemahlin: Thalassa >> (Göttin der inneren Meere)
Gemeinsame Kinder mit Thalassa: Er gilt zusammen mit ihr als der Vater aller Fische und des Meereslebens.
Kinder mit Gaia
Nereus >> (der „Greis des Meeres“)
Thaumas >> (Meeresgott, Vater der Harpyien >>)
Phorkys >> (ein weiterer Meeresgreis)
Keto >> (Meeresungeheuer)
Eurybia >> (die Göttin mit dem Herz aus Stahl)
Besonderes Merkmal / Abgrenzung
Im Gegensatz zum Titanen Okeanos >>, welcher den gewaltigen, die gesamte Erde umfließenden Außenstrom darstellt, regiert Pontos die im Landesinneren gelegenen Meeresbecken.
Wichtige antike Quellen
Hesiod (Theogonie)
Hyginus Mythographus (Fabulae)
Bakchylides (Fragmente)
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